MioSize ist in Entwicklung – ein Blick in unsere Technologie
TECHNOLOGIE IM DETAIL

Was passiert nach dem Foto?

MioSize ist nicht bloß ein Größenrechner mit DIN-A4-Blatt. Die Software durchläuft mehrere technische Prüfungen – von der Kameraführung bis zur Kalibrierung und Fußkontur. Was zuverlässig funktioniert und was wir noch erforschen, trennen wir bewusst.

01

1. Mobile Erfassung ohne App-Installation

MioSize arbeitet direkt im kompatiblen Smartphone-Browser. Die Benutzerführung überprüft Licht, Schärfe und Position von Fuß und A4-Referenz. Ein Bild wird erst zur Auswertung vorgeschlagen, wenn die erforderlichen Signale vorliegen. Die Erkennung bleibt bei fehlender Qualität zurückhaltend.

02

2. Von Bildpixeln zu einer metrischen Referenz

Ein DIN-A4-Blatt hat 210 × 297 Millimeter. Erfasste Ecken liefern eine projektive Abbildung der Papierebene. MioSize kontrolliert die Geometrie und warnt, wenn eine zu kleine oder verzerrte Referenz die Messung instabil macht. Eine flache Referenz löst nicht automatisch die dreidimensionale Zehenhöhe.

03

3. Kontur, Zehe und Vorfuß statt reiner Größentabelle

Ein separater Analyse-Worker ermittelt eine mögliche Fußmaske. Aus dieser werden Längen- und Vorfußinformationen abgeleitet. Fehlinterpretationen wie Socken, Boden oder eine unplausibel breite Kontur müssen erkannt werden. Die anatomische Präzision wird noch anhand physischer Referenzwerte geprüft.

04

4. Prüfen, ablehnen, wiederholen

Eine plausible Zahl ist noch keine richtige Zahl. Deshalb enthalten Analyse und Messlabor Regeln für Stabilität, Plausibilität, wiederholte Aufnahmen und dokumentierte Diagnosedaten. Bei widersprüchlichen Ergebnissen darf keine gesicherte Kaufgröße vorgetäuscht werden.

05

5. Mehrpunkt-Kalibrierung als Forschungsmodul

Im separaten MioSize-Präzisionslabor wird ein bedrucktes A4-Blatt mit sechs eindeutigen Markern untersucht. Die 24 metrischen Referenzpunkte dienen einer unabhängigen Überprüfung der Perspektive. Dieser Modus ist experimentell und kein erforderlicher Bestandteil des normalen Kundenscans.

06

6. Spätere Verknüpfung mit konkreten Schuhmodellen

Ein Fußmaß allein kennt keine Leistenform, Innenlänge oder Weite eines Schuhs. Darum wird das Größenmatching als eigener, modellbezogener Schritt geplant. Händler sollen dafür freigegebene Produktdaten verwalten können. Eine verbindliche Größenempfehlung ist derzeit nicht freigeschaltet.

MARKTÜBERBLICK

Welche Unterschiede sind heute belegbar?

Die Systeme verfolgen verschiedene technische Ansätze. Das macht einen pauschalen Genauigkeitsvergleich ohne identische Messstudie unseriös.

Volumental & Aetrex

Für den stationären Handel bieten die Unternehmen 3D-Scansysteme; Aetrex ergänzt Druckmessungen. MioSize verfolgt dagegen den browserbasierten Einstieg ohne eigene Scannerstation.

Volumental ↗Aetrex ↗

FeetSizr

FeetSizr nutzt eine Smartphone-App und Fotoaufnahmen zur Fußvermessung. MioSize öffnet den Prozess direkt im kompatiblen Browser. Das ist ein anderer Zugang, aber noch kein belegter Genauigkeitsvorteil.

FeetSizr ↗

MioSize

Geführte Erfassung, kontrollierte A4-Geometrie, Kontur-Analyse und transparente Fehlerdiagnose. Die Mehrpunkt-Kalibrierung wird separat im Messlabor getestet, während eine unabhängige echte Genauigkeitsstudie noch aussteht.

Unser Prüfverfahren →
HÄUFIGE FRAGEN

Antworten ohne Marketingversprechen.

Ist MioSize ein echter 3D-Fußscanner?

Aktuell nicht im validierten Sinn. Die öffentliche Beta verwendet eine Smartphone-Aufnahme und eine geometrische Bodenreferenz. Mehrbild- und 3D-Verfahren werden untersucht, sind aber nicht als präziser 3D-Scan freigegeben.

Braucht man eine spezielle App?

Nein. Die Demo läuft im Browser auf kompatiblen Smartphones mit Kamerafreigabe.

Was passiert mit dem Foto?

Die neuen Marker- und Bildverarbeitungsbausteine laufen lokal im Browser. Einzelne technische, anonyme Diagnoseereignisse können erfasst werden; Rohbilder werden durch das neue Präzisionslabor nicht automatisch hochgeladen.

Gibt MioSize schon sichere Schuhgrößen aus?

Nein. Für Kaufentscheidungen fehlen noch ausreichend unabhängige Genauigkeits- und Wiederholungsmessungen.